Gleitschirm- & Speedriding-Model: Fliegen vor der Kamera – und warum Wetter alles ist

Fliegen vor der Kamera: Warum beim Gleitschirm- und Speedriding-Shoot das Wetter alles ist, was das für die Planung heißt – und was mein Skywalk-Hintergrund als Produktentwickler beisteuert.

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Tobi Deckert

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Tobi Deckert Emblem

Der Traum vom Fliegen hat mich schon als Kind gepackt. 2012 habe ich – auch durch meine Arbeit als Produktentwickler bei Skywalk im Chiemgau – meine Gleitschirm-Lizenz gemacht und im selben Jahr mit dem Speedriding begonnen. Für Produktionen bin ich damit ein Luftsport-Model, das nicht nur gut aussieht, sondern die Technik, die Sicherheit und die Wetterlogik dahinter wirklich versteht. Hier erkläre ich, worauf es beim Fliegen vor der Kamera ankommt.

Der Traum vom Fliegen hat mich schon als Kind gepackt. 2012 habe ich – auch durch meine Arbeit als Produktentwickler bei Skywalk im Chiemgau – meine Gleitschirm-Lizenz gemacht und im selben Jahr mit dem Speedriding begonnen. Für Produktionen bin ich damit ein Luftsport-Model, das nicht nur gut aussieht, sondern die Technik, die Sicherheit und die Wetterlogik dahinter wirklich versteht. Hier erkläre ich, worauf es beim Fliegen vor der Kamera ankommt.

Tobi Deckert, Sportmodel, Speedriding mit Flare-Schirm im Schnee, Alpen

Gleitschirm vs. Speedriding – kurz erklärt

Ein häufiges Missverständnis, deshalb klar getrennt:

  • Gleitschirmfliegen: größere Schirme (ca. 20–30 m²), man nutzt Thermik, um oben zu bleiben oder weite Strecken zu fliegen. Tempo ca. 25–30 km/h, mit Beschleuniger mehr.

  • Speedriding / Speedflying: kleine Schirme (ca. 9–12 m²), keine Thermik – es geht darum, den Berg schnell hinunterzufliegen. Ein Speedrider fängt erst bei 40–50 km/h an zu fliegen. Im Winter mit Ski (eine Mischung aus Skifahren und Fliegen: fahren, an der Klippe kurz abheben, weiterfahren), im Sommer zu Fuß gestartet.

Speedriding fliegt man konturnah – durch eine Rinne oder ein Couloir, im Spiel mit dem Gelände. Ich nenne es „dreidimensionales Skifahren“. Das ist die Bildsprache, die für Kampagnen so stark ist.

Warum das Wetter der wichtigste Faktor ist

Beim Fliegen entscheidet das Wetter komplett – vor allem Stärke und Richtung des Windes. Herausfordernd sind Start und Landung; in der Luft ist es dann vergleichsweise ruhig. Für den Dreh heißt das konkret:

  • Start: immer gegen den Wind, mit Platz zum Auslegen, Anlaufstrecke, keine Bäume dahinter. Der Hang sollte 15–30° steil sein.

  • Landung: ebenfalls gegen den Wind, mindestens eine Wiese von ca. 200–250 m Länge und ~100 m Breite, keine Hindernisse. Wie beim Flugzeug gibt es eine Landevolte.

  • Kameraposition: Für Close-up-Luftaufnahmen steht das Team ein paar Höhenmeter tiefer, mit langen Brennweiten – nicht (nur) am Startplatz.

  • Wartezeit: Ich lese Wetterkarten und Apps, aber wirklich sicher ist man erst einen Tag vorher. Die Produktion muss sich also etwas nach dem Flugfenster richten.

Sicher statt waghalsig heißt: geprüftes Material (Gleitschirme müssen in Deutschland alle zwei Jahre zum Check – das macht einen Shoot auch teurer), Rettungsschirm dabei (beim Speedriding fliegen viele ohne – ich fliege bewusst mit und trainiere den Ernstfall), und riskante Manöver nur in großer Höhe, nie zur Show über dem Landeplatz. Föhnlagen mit unsichtbaren Rotoren und Lee-Turbulenzen (z. B. im Windschatten eines Hotels genau dort, wo man filmen will) meidet man bei einem Profi-Dreh.

Tobi Deckert, Sportmodel, invertierter Speedride-Flare, Ski oben, Schirm unten, Winter

Kampagnen & Shots in der Luft

  • Techniker Krankenkasse – „Vorwärtsdrang“: Mein Part war das Gleitschirmfliegen, dargestellt als arbeitender Ingenieur, der in der Natur den Kopf freikriegt. Der Flug an der Nordkette (Innsbruck) musste beim Flughafen angemeldet werden; im Video fliege ich einen SAT – nicht zu extrem, aber sichtbar Spaß. Kamera: Max Meisner.

  • SportScheck – „Es beginnt“: auf meiner Neuseelandreise war der Speedrider für eine Szene draußen.

  • Rossignol (als gesponserter Athlet): regelmäßig mit dem Speedrider, um „eine andere Welt des Skifahrens“ zu zeigen – die Freeride-Kollegen fahren den Hang, ich fliege mit gleicher oder höherer Geschwindigkeit hinterher, teils mit Actioncam.

  • Spielfilm/TV: eine Gleitschirmszene für die Serie „Zweisamkeit“ (Zwieselalm); für „Zwölf Tage im Sommer“ eine Landung am Supermarktparkplatz, die wir aus Sicherheits- und Genehmigungsgründen elegant über den Schnitt gelöst haben – inklusive einer inszenierten Baumlandung, für die mein alter Prototypenschirm als Requisite diente.

  • Eigenproduktion Norwegen: eine Kite-/Speedriding-Expedition (mit Philip Kuchlmeister, Sebastian Bubmann, Maxi Kühnhauser), gezeigt beim Tegernsee International Mountain Film Festival – ich vor UND hinter der Kamera.

Tobi Deckert, Sportmodel, Speedriding in der Powder-Line

Was eine Produktion vorher klären sollte

  1. Zielgruppe & Stimmung zuerst. Von hartem Speedriding bis zum gemütlichen Abgleiter ist alles darstellbar – oder ausdauersportlich Richtung Hike & Fly (bekannt durch den Red Bull X-Alps). Ich berate, welche Stimmung zu welcher Marke passt.

  2. Location zur Stimmung. Fluggebiete mit fast immer guten Bedingungen (z. B. Kössen) bringen Planungssicherheit; für Tourismus-/Emotionsbilder eignet sich Dünen-Soaring (z. B. Dune du Pyla in Frankreich – in Deutschland aus Naturschutzgründen verboten). Top für Berg-Gleitschirm: Alpenvorland, Chiemgau, Salzburger Land, Tirol, Südtirol.

  3. Genehmigungen & Luftraum. Drehgenehmigungen (auch Forstamt, wegen Drohnen und Tierwelt) und – in Städten mit Flughafen wie Innsbruck – die Anmeldung des Fluges beim Tower. Der Luftraum ist dort begrenzt; das muss ein Regisseur früh wissen, sonst kippt die Stimmung am Set.

Mein USP: Produktentwickler bei Skywalk

Ich war Ingenieur für aufblasbare Tragwerkstrukturen und technische Textilien – eng verbunden mit der Schirmentwicklung (auch Kites). Ich durfte Prototypen früh testen (u. a. den späteren „Montage“) und habe die Serienproduktion in Asien begleitet. Heißt: Ich weiß im Detail, worauf es beim Material ankommt. Und ich bin ehrlich in der Einordnung – meine Stärke ist klar das Speedriding (auch dank meiner Ski-Historie, hier auf Profiniveau), zu sehen etwa beim Hannibal-Event in Sölden, wo wir zu fünfzig Piloten in der Dämmerung mit Bengalfackeln am Skischuh ins Showgelände fliegen. Als gesponserter Athlet bin ich u. a. mit Rossignol, Leki, Riggler, Flysurfer und Restube unterwegs. Mehr echtes Material auf @tobi_deckert_sportmodel.

Wenn Sie eine Kampagne mit glaubwürdiger Luft-Action planen: Buchungsanfrage senden.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gleitschirm und Speedriding?
Gleitschirmfliegen nutzt große Schirme (20–30 m²) und Thermik, um oben zu bleiben. Speedriding nutzt kleine Schirme (9–12 m²), fliegt schnell und konturnah den Berg hinunter – im Winter mit Ski. Es ist quasi dreidimensionales Skifahren.

Warum ist das Wetter beim Fliegen so entscheidend?
Weil Stärke und Richtung des Windes über Start und Landung entscheiden. Sicher ist man meist erst einen Tag vorher – deshalb muss eine Produktion Flugfenster und Wartezeit einplanen.

Was macht Luft-Action sicher statt waghalsig?
Training und Erfahrung, geprüftes Material (Zwei-Jahres-Check), Rettungsschirm, Wetter- und Locationkenntnis – und die Disziplin, riskante Manöver nur in großer Höhe zu fliegen.

Fakten & Skills

Disziplin

Gleitschirm (Lizenz seit 2012) · Speedriding/Speedflying (Profiniveau)

Besonderheit

Ex-Produktentwickler bei Skywalk (Schirm-/Textiltechnik)

Rolle

Commercial & Sport Model · Luftsport-Performer · vor UND hinter der Kamera

Referenzen

Techniker Krankenkasse · SportScheck · Rossignol · TV („Zweisamkeit“, „Zwölf Tage im Sommer“) · Norwegen-Eigenproduktion

Sponsoren

Rossignol · Leki · Riggler · Flysurfer · Restube

Region

Chiemgau · Salzburger Land · Tirol · Alpenraum

Gleitschirm- & Speedriding-Model: Fliegen vor der Kamera und warum Wetter alles ist

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