Kitesurf- & Wassersport-Model: Wasser-Action glaubwürdig – von Kite bis Jetboard

Von Kite bis Jetboard: Was ein Wassersport-Model können muss, was Wasser-Drehs riskant macht – und worauf man bei Drohnenaufnahmen beim Kitesurfen achten muss.

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Tobi Deckert

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Auf dem Wasser ist meine Stärke die Vielseitigkeit: Ich habe ein Gefühl fürs Brett, das sich durch viele Disziplinen zieht – deshalb komme ich auch mit ungewohntem oder neuem Gerät schnell auf ein gutes Niveau. Für Produktionen heißt das: von Kite bis Jetboard glaubwürdige Wasser-Action aus einer Hand. Hier steht, was ein Wassersport-Model können muss und wie man einen Wasser-Dreh sicher plant.

Auf dem Wasser ist meine Stärke die Vielseitigkeit: Ich habe ein Gefühl fürs Brett, das sich durch viele Disziplinen zieht – deshalb komme ich auch mit ungewohntem oder neuem Gerät schnell auf ein gutes Niveau. Für Produktionen heißt das: von Kite bis Jetboard glaubwürdige Wasser-Action aus einer Hand. Hier steht, was ein Wassersport-Model können muss und wie man einen Wasser-Dreh sicher plant.

Tobi Deckert, Sportmodel, Wassersport am Meer, Board

Was ich auf dem Wasser fahre – und auf welchem Level

  • Kitesurfen (Profiniveau): Big Air, Jumps, Kite Loops, Mega Loops, Grundlagen unhooked (Freestyle), Wave-Kiting, Foiling-Grundlagen.

  • Wingfoiling, Windsurfen: solide Basics (Wenden, Halsen, Gleiten).

  • Wakeboarden: mit Obstacles – Kicker, Backflips, Handle Pass, Rails/Slider – sicher, ob Cable Park oder hinterm Boot.

  • Wakesurfen, Monoski, Wasserski: ordentliches Niveau.

  • Wellenreiten: kein Anfänger, ca. 2-m-Welle anpaddeln und reiten; Riversurfen auf stabilem Niveau.

  • E-Foil, Jetski, Jetboard, SUP (auch stehend im Wildwasser), Kajak, Skimboarding, Snowkiting.

Dass das kein Marketing ist, zeigen Wettkampf-Ergebnisse: Siege bei International Snowkite Open und Snowkitemasters, Top-10-Platzierungen und Siege beim Red Bull Ragnarok. 2012 habe ich mit Teampartnerin Kati Piironen die Chiemsee-Challenge „Freaky Talentfrees“ gewonnen – eine 6-wöchige Boardsport-Weltreise über fünf Destinationen (Kiten Trinidad & Tobago, Windsurfen Naxos, Wave-Riding Südaustralien, Snowboard Zürs, Freeski Ischgl).

Der rote Faden: die Biomechanik vieler Board-Bewegungen ähnelt sich. Ein Backflip fühlt sich mit Ski ähnlich an wie mit dem Rad – und immer noch ähnlich ohne Sportgerät. Das Sportgerät wächst an einen heran. Deshalb mein Tipp an Produktionen: Bei einem neuen Gerät gibt man dem Model das Gerät vorab zum Üben mit.

Was schon vor der Kamera lief

  • Yodobashi – Jetboard. Nicht jeder hat so ein Board je gefahren; das Casting war für das Team schwierig zu besetzen. Bei mir hat es sofort so geklappt, wie es im Shoot gewünscht war – dank meines allgemeinen Brettgefühls. → Details im Yodobashi-Jetboard-Case.

  • Sunlight (Camper). Ein Pärchen fährt an die Küste, der Camper als ideales Fahrzeug fürs Kitesurf-Abenteuer – die Kite-Action fiel wetterbedingt (kein Wind) knapper aus als geplant. Ehrliches Beispiel dafür, wie sehr Wassersport vom Element abhängt.

  • Bogner (Eibsee). Wir standen auf SUPs; ins finale Video schaffte es mein Backflip von der Rope-Swing. (Aus meiner Wassersport-Historie stammt auch ein Kite-Magazine-Cover-Shot.)

  • Norwegen – Snowkite-/Speedriding-Expedition. Ein selbst produzierter Film (gedreht, geschnitten, performt), inklusive Sponsoren-Material. (Flysurfer gehört indirekt zu Skywalk – wieder die Nähe zur Produktentwicklung.)

Tobi Deckert, Sportmodel, Kitesurf-Handplant im Sonnenuntergang

Was Wasser-Drehs riskant macht – und wie man sie sicher plant

Wasser ist eine der gefährlichsten Naturgewalten – das darf man nie vergessen. Deshalb:

  • Schwimm-Grundfitness – nicht nur beim Sportler, sondern beim ganzen Team (Kamera steht oft knie- bis hüfttief im Wasser).

  • Rettungskette: Rettungspersonal, Sicherheitseinweisung, im besten Fall ein Boot in der Nähe – jeder weiß, was im Ernstfall zu tun ist.

  • Seekrankheit am Kamerateam (unterschätzt): Ein stehendes Boot schaukelt im welligen Wasser stärker als ein fahrendes; wer durch die Linse schaut, dem wird schnell übel. Medikamente vorher helfen.

  • Wind – ablandig vs. auflandig: Auflandig (drückt ans Ufer) ist ungefährlicher, macht aber größere Wellen. Ablandig (treibt aufs offene Meer) ist besonders gefährlich – bei Materialversagen wird man rausgetrieben. Vorteil ablandig: glatter Wasserspiegel, perfekte Absprünge, gut vom Land filmbar – dann aber unbedingt Safety-Boot/Jetski bereit.

  • Faustregel Höhe halten, genug Abstand zu Molen/Steinen; Strömungen und Gezeiten kennen (lokales Wissen).

  • Location & Recht: Cable Parks für Wakeboard/Wasserski, ggf. Bootsführerschein.

Kite-Sicherheit: Moderne Kites haben viele Sicherheitssysteme (der große Wechsel war 2007, u. a. Quick Releases). Über den Chicken Loop löst man aus, der Kite wird drucklos und flaggt aus. Verhängt sich etwas, entsteht ein Deathloop – der Kite dreht endlos und zieht wie ein Traktor; dann braucht es ein schnelles, stark motorisiertes Boot. Zur Not trennt man sich ganz vom Material.

Tobi Deckert, Sportmodel, SUP-Action

Luft-/Drohnenaufnahmen beim Kitesurfen

Ein eigener, oft unterschätzter Winkel. Kiten braucht Wind – richtig Action ab ca. 20–25 Knoten (~50–60 km/h). Zu wissen: Enduser-Drohnen (z. B. Mavic) bringen im Sportmodus nur ~60–70 km/h – gegen den Wind ist die Drohne fast am Limit.

  • Leinen im Blick: Der Kite hängt an vier Leinen auf der windabgewandten Seite. An einem Spot sind meist mehrere Schirme in der Luft; fliegt man rückwärts, sieht man nicht, was hinter einem fliegt.

  • Worst Case: Trifft die Drohne den Kite, reicht es vom Riss im Tuch bis zum durchtrennten Bladder an der Fronttube – dann fällt der Schirm ins Wasser, kein Relaunch, Self-Rescue schwierig, und die Drohne ist im Salzwasser ohnehin verloren. Die Leinen (Dyneema) sind sehr schnittfest, die Rotorblätter zerbrechen aber in jedem Fall.

  • Sicherheitsabstand: für normale Kitefahrten mindestens 25 m (Standard-Leinenlänge). Am Strand mit dem Kamerateam abstimmen – oft will man den Kite ja auch close-up.

  • FPV: mehr Power gegen den Wind, muss aber orbiten und kann nicht nach hinten schauen – Luftraum frei halten.

  • Timing: eine Boje als Absprung-Marker setzen; erst beobachten, dann fliegen – jeder Sprung ist anders (auf 40 m Drohne + hoher Sprung über 10 m wird's knapp; Böen machen Sprünge unerwartet höher). Am besten die Drohne im Luv halten und von hinten filmen.

Dass ich das aus beiden Perspektiven kenne, hilft: Ich arbeite selbst mit Mavic-Drohne, Action-Cams und Insta360. Mehr echtes Material auf @tobi_deckert_sportmodel.

Wenn Sie eine Kampagne mit glaubwürdiger Wasser-Action planen: Buchungsanfrage senden.

Häufige Fragen

Was macht ein gutes Wassersport-Model aus?
Vielseitigkeit und echtes Brettgefühl: Wer Kite, Wake, Surf, SUP und Foil beherrscht, kommt auch mit neuem oder ungewohntem Gerät schnell auf Kameraniveau – und liefert glaubwürdige Action statt gestellter Posen.

Was macht Wasser-Drehs besonders riskant?
Wasser selbst, dazu Wind (vor allem ablandig), Strömungen und Gezeiten. Sicherheit heißt: Schwimmfitness im ganzen Team, Rettungskette, Safety-Boot und beim Kiten das Beherrschen der Sicherheitssysteme (Quick Release, Chicken Loop).

Worauf muss man bei Drohnenaufnahmen beim Kitesurfen achten?
Auf Windgeschwindigkeit vs. Drohnen-Speed, die vier Kiteleinen, andere Schirme im Luftraum und Sicherheitsabstand (mind. 25 m). Ein Zusammenstoß kann Kite und Drohne zerstören.

Fakten & Skills

Disziplinen

Kitesurfen (Profi) · Wake · Wing/Windsurf · Surf/Riversurf · SUP · E-Foil · Jetski/Jetboard · Snowkite

Wettkampf

Sieger International Snowkite Open · Snowkitemasters · Top-10 Red Bull Ragnarok · Chiemsee-Weltreise 2012

Rolle

Commercial & Sport Model · Wassersport-Performer · vor UND hinter der Kamera

Referenzen

Yodobashi (Jetboard) · Sunlight · Bogner (Eibsee) · Norwegen-Eigenproduktion

Region

Alpen-Seen · Meer (int.)

Kitesurf- & Wassersport-Model: Wasser-Action glaubwürdig von Kite bis Jetboard

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