Sport-Double oder Stunt-Double? Warum ein Gesicht günstiger ist als Model plus Double
Sport-Double oder Stunt-Double – wo die Grenze wirklich verläuft, warum die getrennte Buchung Kosten treibt (Grundgage 800 bis 1.200 Euro plus Risikozuschläge pro Stunt) und woran eine Produktion vorab erkennt, ob ein Model den Sport wirklich vor der Kamera kann.
Written by
Tobi Deckert
Reading Time
9 Minuten
| Insignificant 1 | Minor 2 | Significant 3 | Major 4 | Severe 5 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Almost certain 5 | Medium 5 | High 10 | Very high 15 | Extreme 20 | Extreme 25 |
| Likely 4 | Medium 4 | Medium 8 | High 12 | Very high 16 | Extreme 20 |
| Possible 3 | Low 3 | Medium 6 | Medium 9 | High 12 | Very high 15 |
| Unlikely 2 | Very low 2 | Low 4 | Medium 6 | Medium 8 | High 10 |
| Rare 1 | Very low 1 | Very low 2 | Low 3 | Medium 4 | Medium 5 |
The same activity moves through the zones depending on conditions — weather, surface, light and daily form shift the rating.
Sport-Double oder Stunt-Double – wo die Grenze wirklich verläuft
Diese Frage bekomme ich regelmäßig, und ehrlich gesagt halte ich die harte Abgrenzung für überschätzt. Ob sich die beiden Begriffe wirklich so stark voneinander trennen müssen, ist die Frage. Erklärend ist am Ende der Name selbst:
Sport-Double – doubelt ein Model oder einen Schauspieler bei einer Sportart, die im Bild ausgeführt wird.
Stunt-Double – macht zusätzlich einen Sturz oder etwas Filmtypisches, Sportunübliches.
In der Praxis vermischt sich beides ständig. Immer dann nämlich, wenn man bei einem Sport etwas machen muss, was dort normalerweise nicht vorkommt – oder wenn man ihn in einer Umgebung ausübt, in der er normal nicht stattfindet.
Mein klassisches Beispiel dafür ist der Aircraft-Towing-Spot: auf Ski hinter einem Flugzeug hergezogen werden. Normalerweise wird ein Skifahrer nicht hinter einem Flugzeug hergezogen, und ein Flugzeug zieht normalerweise keine Skifahrer. Das ist ein klarer Stunt – für den es aber in erster Linie sportlichen Skill braucht. Wie das abgelaufen ist, steht im Case zum Aircraft Skiing für Shaping New Tomorrow.
Deshalb baue ich hier keinen künstlichen Gegensatz auf. Die für eine Produktion wirklich relevante Frage lautet nicht „Sport oder Stunt", sondern: Wie viele Personen brauche ich vor der Kamera, um dieses eine Bild zu bekommen? Was ein rein technischer, sportfremder Stunt zusätzlich an Team und Gerät verlangt, habe ich im Artikel zum Ratchet-Stunt aufgeschrieben.
Warum getrennt gebucht teuer wird – und was ein Double kostet
In erster Linie geht es, wie bei jedem Dreh, um Kosten. Bringt ein Model den Skill gleich mit – oder hat der Sportler zugleich Model-Skills –, sinken die Kosten drastisch. Und zwar nicht nur um eine zweite Gage: Auch Kostüm, Maske, Anreise, Drehzeit und Abstimmung am Set fallen doppelt an.
Zur Orientierung, weil danach immer gefragt wird: Eine Tagesgage für einen Stuntman liegt in der Branche im Bereich von 800 bis 1.200 Euro — das ist die Grundgage, unabhängig von der Anzahl der Takes. Risikozuschläge sind darin noch nicht enthalten – die werden zusätzlich und pro Stunt abgerechnet, abhängig von der Gefährdung. Das ist eine allgemeine Branchenorientierung und kein Angebot von mir; wie Risikozuschläge im Einzelfall zustande kommen, steht in der Risiko-Matrix für Action-Buchungen. Die Gesamtkosten hängen am Ende vom Umfang ab – und vor allem daran, wie viele Personen nötig sind.
Dazu kommt ein Problem, das sich nicht mit Geld lösen lässt, sondern nur mit Besetzung. Und es läuft in beide Richtungen:
Athleten können ihren Sport gut – bewegen sich aber oft nicht so vor der Kamera, dass man den Moment gut erwischt und es am Ende gut aussieht.
Models beherrschen den Sport meist nicht so weit, dass daraus authentische Action wird, die sich vermarkten lässt.
Genau in dieser Lücke entsteht die Doppelbuchung. Sie ist selten eine bequeme Entscheidung, sondern meistens eine Notlösung.
Was Doubeln praktisch verlangt – und der ehrliche Nachteil einer Person
Wenn getrennt gebucht wird, hängt am Tausch der beiden Personen deutlich mehr, als die meisten Zeitpläne abbilden:
Ähnliche Statur und ungefähr gleiche Körpergröße – sonst funktioniert der Tausch im Bild nicht.
Die Klamotten müssen beiden passen. Man zieht sich am Set nicht um, sondern hat die Kleidung doppelt. Geht ein Kostüm kaputt, braucht es entsprechend mehrere Ausführungen.
Der Austausch wird oft über den Schnitt gelöst – das Double wird zum Beispiel nicht von vorne gezeigt.
Face Replacement: Mir wurden schon Punkte ins Gesicht gemalt, damit das Gesicht später im Schnitt per CGI ausgetauscht werden kann. Das kostet in der Post noch einmal extra.
Und jetzt der Punkt, den ich nicht unterschlagen will, weil er gegen meine eigene Lösung spricht: Bei einer Person steht das Set, wenn sie sich verletzt. Bei getrennter Buchung kann im besten Fall der Stuntman gegen den Hauptdarsteller getauscht werden – und es wird trotzdem weitergedreht. Wer eine Ein-Personen-Lösung bucht, kauft Effizienz und nimmt dafür ein Klumpenrisiko in Kauf. Das gehört vor der Buchung auf den Tisch, nicht danach.
Eine Person oder zwei? Entscheidungshilfe für Booker
Die Entscheidung lässt sich vor der Besetzung an ein paar Kriterien durchgehen. Sie fällt nicht immer für die Ein-Personen-Lösung aus – und das ist auch in Ordnung.
Kriterium | Eine Person (Sport-Double mit Model-Skill) | Getrennt gebucht (Model + Double) |
Gagen | eine Gage | zwei Gagen, Stunt-Tagesgage 800–1.200 € (Grundgage) plus Risikozuschläge pro Stunt |
Kostüm und Maske | einfach | doppelt, in mehreren Ausführungen, passend für beide Staturen |
Drehzeit | kein Wechsel, keine Übergabe | Umbau, Abstimmung und Wechsel bei jedem Setup |
Nahaufnahme in Action | frei wählbar, Gesicht darf ins Bild | über den Schnitt gelöst oder per CGI-Face-Replacement in der Post |
Ausfall bei Verletzung | das Set steht – klarer Nachteil | Weiterdrehen mit der jeweils anderen Person möglich |
Sehr spezieller Persona-Typ verlangt | nur, wenn Typ und Skill zufällig zusammenfallen | Casting nach Typ, Skill kommt separat dazu |
Extremer, sportunüblicher Stunt | nur mit passender Stunt-Erfahrung | Standardweg, Stuntteam übernimmt |
Wo die Lücke anfängt: die Persona, die den Sport auch kann
Die Lücke fängt sehr früh an – schon im Modelbereich, lange vor dem eigentlichen Stunt. In einer Werbekampagne ist in der Regel ein ganz spezieller Personentyp verlangt: Man will eine Persona vermarkten, die genau in die Produktwelt passt. Dass genau diese Persona zusätzlich den Sport auf dem nötigen Niveau beherrscht, ist unwahrscheinlich – und die Wahrscheinlichkeit sinkt weiter, je schwieriger der Stunt wird.
Eine meiner ersten Produktionen zeigt das gut: ein Spot für MSN, den Microsoft Messenger, mit Lena Gercke, damals frisch gekürte Topmodel-Gewinnerin. Ich wurde gebucht, weil ich gut auf dem Trampolin springen konnte. Im Spot fliege ich aus der Luft in ihren Bildschirm – zu den Anfängen des Internets, sinngemäß „so schnell wie das Internet".
Auf ein Trampolin stellen kann sich jedes Model. Aber dass ein Trampolinsprung im Bild so locker und lässig aussieht wie ein echter Flug durch die Luft, das verlangte Expertise. Genau an solchen Stellen entsteht die Doppelbuchung – nicht, weil jemand nachlässig besetzt hätte, sondern weil Typ und Skill selten in einer Person zusammenfallen. Welche Disziplinen ich selbst auf Kameraniveau fahre, steht in der Übersicht zu den Sportarten vor der Kamera.
Vier Produktionen, in denen beides in einer Person kam
Das sind keine Ausnahmen, sondern der Normalfall meiner Arbeit:
Bitburger 0,0 % – Kinospot mit Downhill-Bike-Szene. Der Fall steht komplett im Case zum Bitburger-0,0-%-Kinospot.
Yodobashi – Jetboard-Szene für den japanischen Elektronikhändler, gedreht am Fuschlsee: der Lieferbote auf dem Jetboard.
Shaping New Tomorrow – Aircraft-Towing-Szene, auf Ski hinter dem Flugzeug: Aircraft Skiing.
Sunlight Camper – Kitesurfen für ein Shooting, in dem ein Camper beworben wurde, der für Abenteuerlustige konzipiert ist. Den Case schreibe ich noch auf; wie Kitesurfen vor der Kamera funktioniert, steht schon hier.
In allen vier Fällen ließen sich die Produktionskosten drastisch senken, weil beides in einer Person lag: Expertise vor der Kamera und Skill im Sport. Der Bitburger-Case trägt deshalb nicht ohne Grund den Titel „ein Gesicht statt drei Doubles".
Die Drei-mal-Regel: wann ein Trick wirklich reproduzierbar ist
Das Ganze funktioniert nur, wenn der Sport auf einem gewissen Niveau sitzt. In der Regel kann ich den Trick, den eine Produktion sehen will, schon vorher – und ich habe eine sehr einfache Regel dafür, ab wann ich ihn überhaupt anbiete.
„Ein Trick zählt für mich zum Repertoire, wenn ich ihn dreimal hintereinander in Folge stehe – egal welche Sportart. Dann ist er für mich reproduzierbar, auch vor der Kamera."
Der Punkt daran ist nicht die maximale Schwierigkeit, sondern die Wiederholbarkeit. Ein Dreh ist nie ein Versuch. Es wird aus mehreren Perspektiven gefilmt, Licht ändert sich, die Kamera steht plötzlich anders – und der Trick muss trotzdem sitzen, und zwar mehrfach hintereinander. Ein Trick, den ich einmal von zehn Versuchen stehe, ist ein guter Tag im Sport, aber kein Angebot an eine Produktion.
Wie das am Set aussieht, zeigt ein Dreh für „Die Discounter", wo ich Marktleiter Thorsten bei einem Backflip auf Ski in einer Skihalle gedoubelt habe. Der Stunt saß nach dem zweiten Take – der erste war eigentlich schon perfekt, der zweite lief nur als Backup für Schnittbilder. Die ganze Geschichte dazu, inklusive Kicker-Bau und Vorbereitung, steht im Case zum Backflip in der Skihalle.
Wie eine Produktion vorab prüft – und was der beste Fall ist
Das ist die praktische Frage, die vor jeder Buchung steht. Es gibt dafür ein paar Wege, die funktionieren – und einen, der nichts bringt:
Videomaterial verlangen, am besten ungeschnitten. Geschnittene Aufnahmen sind immer ein „Best of", reichen aber meistens völlig, um einen Eindruck zu bekommen, ob Sport und Trick authentisch vor der Kamera aussehen.
Material eigens produzieren lassen nur, wenn feststeht, dass gebucht wird. Geht es um etwas ganz Spezielles, muss der Darsteller dafür extra raus – so ein E-Casting ist für ihn viel Aufwand.
Referenzen, Historie und Wettkampfergebnisse ansehen. Sie geben ein Gefühl dafür, ob jemand wirklich gut ist.
Das Allerbeste: jahrelange Erfahrung oder eine Empfehlung übers Netzwerk von anderen Shoots. Nichts schlägt jemanden, mit dem am Set schon einmal jemand gearbeitet hat.
Ein Probetraining macht dagegen gar keinen Sinn. Es sagt über die Leistung am Drehtag nichts aus.
Das größte Warnsignal: Es gibt gar kein Videomaterial von der jeweiligen Sportart – und auch keines von einer verwandten. Dann macht es vermutlich wenig Sinn.
Ich selbst gehe bei spezielleren Anfragen offen damit um: Ich sage, wenn ich etwas mehrere Jahre nicht gemacht habe. Mit einer Probe am Set bekomme ich es in der Regel wieder hin. Ist einer Produktion das zu vage, muss sie die Zeit mitbringen – dann drehe ich im besten Fall vorab ein Demo-Reel ab.
Oft ist die Ausgangslage aber eine ganz andere: Der Produktionsfirma gefällt der Typ, oder sie hat bereits ein bestimmtes Model im Blick, das ein Grundlevel an Fitness und Sportlichkeit mitbringt. Dann ist es meistens gut, einen Trainer oder Profi hinzuzubuchen, der in zwei bis drei Stunden ein Rehearsal durchführt – am Tag vorher oder an einem separaten Termin eine Woche vorher.
Beim Yodobashi-Jetboard-Stunt lag die Probe zwei Wochen vor dem Dreh. So blieb genug Zeit zum Trainieren, um am Drehtag perfekt zu performen. Das ist eigentlich der beste Fall – und er kostet deutlich weniger, als es klingt, weil er Drehzeit spart statt sie zu verbrauchen. Wie sich so ein Vorlauf in eine realistische Drehplanung einbettet, steht im Komplettleitfaden zur Planung eines Outdoor-Drehs.
Die ehrliche Grenze: Können und Bedingungen
Es gibt sehr wenig, was ich nicht mache. Ich bin abenteuerfreudig, wissbegierig und neugierig und habe die Gabe, mich sehr schnell in neue Sportgeräte oder neue Umfelder einzulernen. Trotzdem gibt es zwei Arten von Grenze – und beide sage ich klar an.
Die erste Grenze ist das Können.
Pferdereiten: Ich bin einmal auf einem Pferd gesessen. Ich könnte nicht behaupten, dass ich reiten kann.
Motorradfahren: Für die österreichische Serie „Der Pass" saß ich schon auf Motorrädern. Das funktioniert, und ich wüsste auch, wie man Motorrad fährt – aber ich kann nicht professionell mit einem Motorrad in der Kurve liegen, wie es jemand mit dem entsprechenden Skill kann. In so einem Fall verweise ich an Teamkollegen.
Die zweite Grenze sind die Bedingungen – da geht es nicht ums Können, sondern darum, dass es einfach nicht passt. Gerade im hochalpinen Gelände bei Lawinengefahr oder bei einem Gleitschirmflug, wenn die Windrichtung nicht stimmt, sage ich am Set ganz klar: Wenn die Bedingungen nicht passen, wird es nicht umgesetzt. Das ist der Einzelfall und für mich ohnehin selbstverständlich. Wie man solche Faktoren vorher einplant, steht im Leitfaden zu Genehmigungen und Sicherheit am Berg.
Warum mir das wichtig ist: In der Film-, Fernseh- und kommerziellen Welt geht es auch darum, eine Personenmarke aufzubauen und ein vertrauenswürdiges Image zu haben. Ich kann von mir behaupten, dass ich das habe, und alle, die mit mir zusammengearbeitet haben, würden das unterstreichen. Das ist mir wichtig – und deshalb gebe ich im jeweiligen Fall die klare Grenze an.
Was ein Auftraggeber daraus mitnimmt
Die Trennung zwischen Sport-Double und Stunt-Double ist für eine Produktion selten die entscheidende Frage. Entscheidend ist, ob Persona und Skill in einer Person zusammenfallen. Tun sie das, sparen Sie eine Gage, eine Garderobe, Umbauzeit und in vielen Fällen die CGI-Nacharbeit im Schnitt. Tun sie es nicht, ist die getrennte Buchung der richtige Weg – und dann sollte sie sauber geplant sein statt improvisiert.
Was ich mitbringe, ist die Kombination aus beidem: Sport auf einem Niveau, das die Drei-mal-Regel besteht, Erfahrung vor der Kamera aus Kino-, TV- und Werbeproduktionen – und die Ehrlichkeit zu sagen, wo meine Grenze liegt und an welchen Teamkollegen ich weitergebe. Ob Sie dafür direkt anfragen oder über eine Agentur gehen, habe ich in Agentur oder Direktbuchung aufgeschrieben.
Sie planen einen Werbespot, eine Kampagne oder eine Serie mit Sport- oder Action-Anteil und wollen wissen, ob ein Gesicht statt Model plus Double reicht? Buchungsanfrage senden.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Sport-Double und Stunt-Double?
Ein Sport-Double doubelt ein Model oder einen Schauspieler bei einer Sportart, die im Bild ausgeführt wird. Ein Stunt-Double macht zusätzlich einen Sturz oder etwas Filmtypisches, Sportunübliches. In der Praxis vermischt sich beides ständig – etwa beim Skifahren hinter einem Flugzeug: ein klarer Stunt, für den es aber vor allem sportlichen Skill braucht.
Was kostet ein Stunt-Double pro Drehtag?
Als Branchenorientierung liegt die Grundgage im Bereich von 800 bis 1.200 Euro pro Drehtag; Risikozuschläge sind darin nicht enthalten, sie werden zusätzlich pro Stunt abgerechnet. Die Gesamtkosten hängen vom Umfang der Szenen und von der Anzahl der nötigen Personen ab.
Wann lohnt sich ein Model mit Sport-Skill statt Model plus Double?
Immer dann, wenn Persona und Sportniveau in einer Person zusammenfallen. Dann sparen Sie die zweite Gage, doppelte Kostüme, Umbauzeit und oft die CGI-Nacharbeit. Verlangt die Kampagne einen sehr speziellen Typ oder einen extremen, sportunüblichen Stunt, ist die getrennte Buchung der sinnvollere Weg.
Wie prüfe ich vorab, ob jemand den Sport wirklich vor der Kamera kann?
Videomaterial verlangen, am besten ungeschnitten, dazu Referenzen, Historie und Wettkampfergebnisse. Am besten ist jahrelange Erfahrung oder eine Empfehlung aus dem Netzwerk. Ein Probetraining bringt nichts. Das größte Warnsignal ist, wenn es gar kein Videomaterial der Sportart oder einer verwandten gibt.
Was ist der Nachteil, wenn eine Person Sport und Kamera abdeckt?
Verletzt sie sich, steht das Set. Bei getrennter Buchung lässt sich im besten Fall der Stuntman gegen den Hauptdarsteller tauschen und trotzdem weiterdrehen. Wer eine Person bucht, kauft Effizienz und nimmt dafür ein Klumpenrisiko in Kauf – das gehört vor der Buchung besprochen.
Gibt es Sportarten, die Sie nicht doubeln?
Ja. Reiten kann ich nicht, und mit dem Motorrad professionell in der Kurve zu liegen ist nicht mein Skill – dafür verweise ich an Teamkollegen. Dazu kommt die zweite Art von Grenze: Wenn die Bedingungen nicht passen, etwa bei Lawinengefahr im hochalpinen Gelände oder falscher Windrichtung beim Gleitschirmflug, wird es nicht umgesetzt.
Weiterlesen: der Discounter-Dreh im Detail
Der Backflip in der Skihalle, den ich oben als Beispiel für die Drei-mal-Regel nenne, hat einen eigenen Case: Wer den Backflip in „Die Discounter“ springt — mit Kicker-Bau, Hallenschnee, Kostüm-Angleichung und der Frage, warum absichtlich unbeholfen auszusehen der schwerste Teil des Tages war.
Auch interessant: welcher Körpertyp zu welcher Kampagne passt
Persona und Skill in einer Person ist die eine Hälfte der Besetzungsfrage. Die andere Hälfte ist, welchen Körper eine Kampagne überhaupt braucht - Bodybuilder, Fitnessmodel und Sportmodel sind drei verschiedene Aufträge mit drei verschiedenen Buchungskriterien. Der Vergleich und eine kopierbare Briefing-Vorlage in sechs Punkten stehen in Fitnessmodel, Bodybuilder oder Sportmodel?
Weitere Blogs
