Chiemsee 2012: Das sportlichste Jahr Deines Lebens – eine gewonnene Weltreise
Vom gebrochenen Schlüsselbein zur 70.000-€-Weltreise: der gewonnene Chiemsee-Contest in Ischgl und ein Jahr mit Windsurfen auf Naxos, 40 Knoten in Australien, leuchtendem Wasser auf Tobago und Powder am Arlberg.
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Tobi Deckert
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6 Minuten
Wie alles begann: Schlüsselbeinbruch und eine Werbeanzeige
Ich hatte mir beim Skifahren nach einem Kickersprung das Schlüsselbein gebrochen, lag im Krankenhaus und konnte keinen Sport machen. Beim Sichten meiner Aufnahmen stieß ich auf die Chiemsee-Werbung: ein Contest zum 30-jährigen Jubiläum der Marke, Hauptpreis eine Weltreise. Als Bewerbung musste man ein einminütiges Showreel mit verschiedenen Sportarten abgeben. Ich habe mein Video „Sport Elements" hochgeladen – aus genau der Phase, in der sich bei mir viele Sportarten synergetisch vermischten.
Der Contest in Ischgl
Ein ganzes Wochenende, 20 Paare gegeneinander. Meine damalige Partnerin Kati Piironen und ich mussten in allen Disziplinen liefern: Spaß-Skirennen, Sprung in den Chiemsee-Airbag, den Berg hochlaufen, Fitness-Zirkel mit Matheaufgaben, Teamwork mit Zipfelbob und Hiking-Cross – und abends Party, Karaoke und der kreative Umgang mit einer Videokamera. In der Jury saßen unter anderem der damalige Ischgl-Marketingleiter, ein Freeski-Moderator und die Kitesurferin Hannah Whiteley aus dem Chiemsee-Pro-Team. Als wir als Gewinner ausgerufen wurden, sind wir komplett ausgeflippt – surreal; ich hatte bis dahin nicht viel gewonnen, erst recht nichts in dieser Größenordnung.
Naxos: Windsurfen zum Auftakt
Mit einer kleinen Propellermaschine hin – schon mit Extra-Stress, weil ich zusätzlich Kite-Ausrüstung mitnehmen wollte. Chiemsee hatte Kooperationen mit den Destinationen, also viel Support: Der Flisvos Sportclub stellte das gesamte Windsurf-Material, wir segelten Katamaran und erkundeten mit dem Quad die schönsten Strände. Traumhafte Sonnenuntergänge – ein wunderbarer Auftakt. Hier das Naxos-Video.
Südaustralien: 40 Knoten, Robben und ein Schulbus im Outback
Nach Adelaide zum Wellenreitkurs – unsere schwächste Disziplin, aber Riesenspaß. Der besondere Tag: 40 Knoten ablandiger Wind. Ich hatte einen brandneuen Snowkite-Prototyp mit extrem starker Depower dabei – ideal, um im ablandigen Wind sicher zu bleiben. Ich war der einzige Kiter im Wasser; die Surfer haben ziemlich geschaut. Auf Kangaroo Island paddelten wir mit Kajaks die Flüsse bis zum Meer – eine menschenleere Bucht mit bombastischem Wind und Swell wurde eine meiner ersten Wavekite-Erfahrungen, die ein ganz neues Feuer entfacht hat. Wir schwammen mit Seerobben, die unter Wasser mit uns spielten, und tauchten mit wilden Delfinen – unbeschreiblich. Dazu eine Outback-Bustour im alten Schulbus: Zelt, Lagerfeuer, kleine Gruppe, Natur pur. In der Wüste probierten wir Sandboarding – und ich konnte es nicht lassen, den Kite auszupacken, um mich über den Sand ziehen zu lassen. Hat ehrlicherweise nicht funktioniert. Das Australien-Video.
Trinidad & Tobago: leuchtendes Wasser
Paradiesische Insel: weißer Sand, türkises Wasser, Kitesurfen – und an No-Wind-Tagen SUP, geheime Wasserfälle, Ziplining durch den Urwald. Der magischste Moment: eine Vollmond-Kajaktour nachts durch biolumineszente Algen – bei jedem Paddelschlag leuchtete das Wasser blau. Mit den damaligen Kameras kaum einzufangen; ein Moment für die Seele. Das Tobago-Video.
Zürs & Ischgl: Wintertraum und Finale
In Zürs am Arlberg wohnten wir fürstlich im Robinson Club, erwischten frischen Powder und rockten den Snowpark – und ich flog mit Gleitschirm und Ski von Lech eine Runde ins Tal. Das Finale in Ischgl schloss den Kreis: dort, wo alles begann – teils das ganze Gebiet für uns, ein Freeride-Guide bei perfektem Schnee, der Funpark in Topform. Was fehlte: die 20 anderen Pärchen, mit denen wir so viel Action hatten. Videos: Zürs · Ischgl-Finale.
Was die Reise ausgelöst hat
Die Reise (im Wert von über 70.000 €) war emotional und intensiv – und nebenbei lief nonstop die Kamera: Wir haben alles selbst gefilmt, Szenen überlegt, selbst geschnitten – im Grunde UGC produziert, bevor es das Wort gab. Wer immer wieder an neuen Orten und in neuen Sportarten shootet, wird einfach besser – vor und hinter der Kamera. Genau diese Erfahrung steckt heute in meinen Kamera-Rigs und Perspektiven und in jeder Produktion, die mich bucht. Buchungsanfrage senden.
FAQ
Was war „Das sportlichste Jahr Deines Lebens"?
Ein Contest zum 30-jährigen Jubiläum von Chiemsee: 20 Paare traten in Ischgl ein Wochenende lang in Sport-, Kreativ- und Teamdisziplinen an. Der Hauptpreis: eine Weltreise mit fünf Sport-Destinationen im Wert von über 70.000 €.
Welche Stationen hatte die Reise?
Naxos (Windsurfen), Südaustralien (Wellenreiten & Kite), Trinidad & Tobago (Kitesurfen), Zürs am Arlberg (Snowboard) und das Finale in Ischgl (Freeski).
Was hat die Reise beruflich gebracht?
Ein Jahr nonstop selbst filmen, schneiden und performen an immer neuen Spots – die perfekte Schule für alles, was ich heute als Sportmodel vor und hinter der Kamera mache.
Fakten
Contest | Chiemsee „Das sportlichste Jahr Deines Lebens" (30 Jahre Chiemsee), Finale Ischgl 2012 |
Team | „Freaky Talentfrees": Tobi Deckert (Übersee) & Kati Piironen (Helsinki) |
Preis | Weltreise Sommer 2013, Wert > 70.000 € · 5 Destinationen |
Stationen | Naxos · Südaustralien · Trinidad & Tobago · Zürs · Ischgl |
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