Trailrunning-Model: echter Ausdauer-Look vor der Kamera
Woran man ein echtes Trailrunning-Foto erkennt: Haltung und Stocktechnik, ehrlicher Schweiß, flaches Licht – und warum Laufen das Trainingsfundament unter all meinen Action-Sportarten ist.
Written by
Tobi Deckert
Reading Time
5 Minuten
Mein Lauf-Level – ehrlich eingeordnet
Ich bin ehrlicherweise kein Trailrunning- oder Marathon-Profiathlet – und genau so sage ich das auch. Laufen ist für mich der Ausgleichssport, der auf alle anderen Sportarten vorbereitet: Es hält die Gelenke mobil und die Muskulatur fit. Vor allem im Sommer, wenn kein Meer in der Nähe ist, aber die Berge schön sind, gehe ich gern nicht nur wandern, sondern auch mal bewusst an die Leistungsgrenze des Körpers.
In der Gruppe bin ich dabei lieber gemeinsam unterwegs als getrennt am Limit: Mit Freunden will ich ein gemeinsames Erlebnis, keinen internen Wettkampf. So ehrlich muss man sein. Die Technik dagegen habe ich komplett drauf – sie ist die Grundvoraussetzung für vieles, was ich beim Freeski, Speedriding und Kitesurfen brauche.
Echt vs. gestellt: woran man ein ehrliches Lauf-Foto erkennt
Die Ermüdung sieht man auf dem Bild nicht sofort – und darauf kommt es auch nicht an. Es geht um den perfekten Shot, und die Zielgruppe will keinen völlig fertigen Läufer sehen. Man muss also nicht stundenlang vorlaufen, bevor das Shooting startet. Umgekehrt gilt: Wer gar nicht verschwitzt ist, wirkt unauthentisch. Trailrunning verlangt dem Körper alles ab, man ist nach kurzer Zeit stark verschwitzt – das sieht man auf Bildern, und das soll man auch sehen. Für das Set heißt das: Die Stylistin muss nicht alle fünf Minuten das Gesicht pudern.
Haltung & Stöcke: die Details, die nicht lügen
An der Haltung – vor allem mit Stöcken – sieht ein geübtes Auge sofort, ob es passt:
Bergauf: Stöcke entlasten die Kniegelenke und übertragen Kraft auf den Oberkörper. Gearbeitet wird versetzt – ist der rechte Fuß vorne, sucht meist der linke Arm mit dem Stock seine Position.
Bergab: Die Stöcke sind oft nur in der Hand oder gleich eingeklappt (faltbare Carbonstöcke). Der Blick geht konzentriert auf den Boden, jeder Schritt wird geplant – zügig, aber sicher.
Diese Kombination aus Kraft, Ausdauer und Technik ist anspruchsvoller, als sie aussieht: Sitzt ein Tritt falsch, knickt man um – und das Shooting ist vorbei. So trivial das klingt, so groß sind die Konsequenzen. Deshalb ist es kontraproduktiv, wenn der Fotograf beim Downhill-Part verlangt, in die Ferne zu schauen. Genau solche Dinge bespreche ich vorher mit der Produktion – da helfe ich gern mit.
Wo und wie man Lauf-Shootings am besten plant
Ich finde es stark, verschiedene Geländetypen zu mischen: Schotterwege in der Ebene, viel Natur und Wald, dazu bergige Passagen. Das macht es anspruchsvoll und zeigt zugleich das Naturerlebnis, wegen dem man diesen Sport überhaupt macht. Es muss nicht der steilste Run sein – es geht mehr um den Genuss als um Wettkampf und Bestzeit.
Unbedingt wichtig ist flaches Licht: morgens oder abends, teils bis in die Dämmerung mit Stirnlampe. Der Körper bringt Höchstleistung und heizt auf – die pralle Mittagssonne wäre zu jeder Jahreszeit Irrsinn.
Laufen als Basis: das Fundament unter meinen Sportarten
Beim Trailrunning komme ich nicht in den Adrenalinrausch wie beim Speedriding oder Kitesurfen – hier steht das Training im Vordergrund. Wer einen großen Kicker springt oder beim Kiten die harten Landungen höherer Sprünge aufs Wasser setzt, braucht eine ausgewogene Muskulatur und stabile Gelenke. Genau die trainiert man mit Trailrunning perfekt – auch für echte Bike-Action.
Und ehrlich: Ich bin nicht immer in den Bergen unterwegs. Ich laufe auch in der Ebene und kombiniere das mit urbanem Laufen – nur ungern auf der Straße, weil mir das Naturerlebnis wichtig ist.
Was eine Produktion mitnimmt
Für Kampagnen heißt das: ein Lauf-Model mit sauberer, reproduzierbarer Technik und einem Ausdauer-Look, der nicht gestellt werden muss – plus jemand, der Licht, Gelände und Sicherheit von Anfang an mitdenkt. Planen Sie eine Running- oder Outdoor-Kampagne? Buchungsanfrage senden.
FAQ
Woran erkennt man ein echtes Trailrunning-Foto?
An den Details: bergauf versetzter Stockeinsatz, bergab der Blick auf den Boden und Stöcke in der Hand oder eingeklappt – und an ehrlichem Schweiß statt frisch gepudertem Gesicht.
Muss ein Lauf-Model Wettkampf-Läufer sein?
Nein. Entscheidend sind saubere, reproduzierbare Technik und ein echter Ausdauer-Look vor der Kamera. Bei mir ist Laufen das Trainingsfundament für Freeski, Kitesurfen und Bike – genau deshalb wirkt es auf Bildern echt.
Wann ist das beste Licht für ein Lauf-Shooting?
Morgens oder abends bei flachem Licht, gern bis in die Dämmerung mit Stirnlampe. Die pralle Mittagssonne vermeiden – der Körper läuft ohnehin heiß.
Fakten & Skills
Disziplin | Trail- & Outdoor-Running (Ebene, Wald, Berg), mit und ohne Stöcke |
Level | sportlich & techniksauber – Ausgleichs- und Trainingssport, kein Wettkampf-Profi |
Rolle | Commercial & Sport Model · Läufer |
Funktion | Grundlagentraining für Freeski · Kitesurfen · Mountainbike |
Base | München · Bayerische Alpen · Alpenraum |
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Trailrunning ist nur ein Baustein. Wie die Woche drumherum aussieht - die tägliche Morgenroutine, propriozeptives Training auf instabilem Untergrund, Regeneration, Schlaf und was ich tatsächlich esse - steht in Wie ich mich fit und gesund halte. Dort geht es auch um das aufblasbare Trainingskissen, das ich selbst entwickelt habe und auf jede Reise mitnehme.
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